Manchmal geht es ganz schnell und man muss in ein Krankenhaus. Da mir das vor Kurzem selbst erst passiert ist (siehe oben) , wollte ich hier ein paar Tipps geben, an was ihr alles denken solltet. Und hierbei spielt es keine Rolle, weswegen man in die Klinik muss. 

- Die Parkinson-Notfallkarte sollte man immer griffbereit haben oder z. B. der Lebenspartner oder ein Angehöriger sollte wissen, wo ihr diese zu Hause aufbewahrt (kann ja durchaus vorkommen, dass man gar nicht mehr selbst ansprechbar ist). Je detaillierter die Notfallkarte ausgefüllt ist, desto einfacher ist es für den Notarzt und später dann bei der Aufnahme in das Klinikum. Es sollten alle Medikamente (auch die, die nichts mit Parkinson zu tun haben) aufgelistet sein. Dahinter auch immer gleich die Dosis sowie die Einnahmezeiten vermerken. Und bitte immer daran denken, die Notfallkarte zu aktualisieren sobald man die Medikamente wechselt oder die Einnahmezeiten verändert! Die Notfallkarte muß immer aktuell sein!

- Den Namen sowie die Adresse des Hausarztes sowie die Daten des Neurologen sollte man auch parat haben.

- Normalerweise bekommt man in der Klinik ja alle Medikamente während des Aufenthaltes zur Verfügung gestellt. Dennoch rate ich immer, einen Vorrat für ein paar Tage mitzunehmen. Man weiß ja nie. Sicher ist sicher!

- Ein klein wenig Bargeld (sollte man doch länger bleiben und vorausgesetzt man ist mobil) um sich im Klinikkiosk mit Zeitungen oder sonstigen zu versorgen.

- Natürlich dürfen Wechselunterwäsche und lockere Bekleidung (Jogging - Anzug etc.) sowie Wasch / Duschsachen nicht fehlen. Badeschuhe und oder Hausschuhe sind auch von Vorteil.

- Ladekabel für Smartphone oder Tablet nicht vergessen.

- Wichtig in meinen Augen sind auch Kopfhörer,  gerade in Mehrbettzimmern kann es unter Umständen schon ein Mal lauter hergehen. So kann man sich in seine Welt "flüchten". Oder einfach in ruhe seine Lieblingssendung via Smartphone oder Tablet anschauen.

- Ein paar Ohrstöpsel sind auch nicht zu verachten. Wer weiß schon, ob sein Bettnachbar schnarcht?

- Während der Visite immer genau zuhören und gleich fragen, wenn man etwas nicht verstanden hat. Meist sind die Ärzte nach der Visite schwer zu greifen, wenn man Rückfragen hat. 

- Wenn dann endlich der Tag der Entlassung ansteht, ist es wichtig auf den Arztbrief zu warten. Ich z. B. gehe nicht aus der Klinik ohne diesen Brief. Wenn ihr den Brief bekommt, lest ihn bevor ihr geht aufmerksam durch. Ist das überhaupt mein Brief (nicht lachen, ist mir exakt so passiert. Es wurden zwei Briefe vertauscht, ich hatte einen eines anderen Patienten in den Händen und der andere hatte meine Papiere). Stimmen die Daten oder gibt es weitere Fragen die auftauchen? Jetzt vor Ort könnt ihr das noch relativ unkompliziert klären. Wenn man dann zu Hause ist, wird es schon schwieriger an Daten oder weitere Informationen zu kommen.

Allerdings hoffe ich, dass keiner diese Liste benötigt...wer geht schon gerne in ein Krankenhaus? ;-)

Weitere Tipps sowie ein Notfall-Kit gibt es auf der Seite vonm Parkinosn Bund. Den Link dazu findet ihr in meiner Linksammlung oder ihr klickt direkt hier unten den Bitten an.